WIE KAM JIU JITSU NACH EUROPA?

Wie kam Jiu-Jitsu nach Europa?

Mitte des 19. Jahrhunderts öffnete Japan seine Grenzen nach über 200 Jahren Isolation und schon gegen Ende desselben Jahrhunderts kamen die ersten japanischen Offiziere und Studenten nach Europa und mit ihnen auch das Jiu-Jitsu und Judo, die sich vor allem in Deutschland und England rasch ausbreiteten. Erich Rahn, einer der ersten Deutschen, welcher Jiu-Jitsu ausübte, bezwang diverse Ringer und Boxer und verblüffte die damalige Sportwelt mit diesen bis dahin noch unbekannten Techniken aus Japan. Da das Jiu-Jitsu im 2. Weltkrieg von den Besatzungsmächten verboten wurde, bestand nach 1945 nur noch ein geringes Interesse an dieser aus der Mode gekommenen Kampfkunst. Seine kurze Popularität wurde in den nachfolgenden Jahren durch die neuen Formen des Judo und später durch Karate schnell verdrängt.

Doch es befindet sich wieder im Aufwind seit in den vergangenen Jahren die neue Form des Jiu-Jitsu in Deutschland bekannt und verbreitet wurde, welches von verschiedenen Jiu-Jitsu Großmeistem des traditionellen japanischen Jiu Jitsu entwickelt wurde. Es entstand das moderne Jiu-Jitsu welches nicht mehr so intensiv mit der Zen-Budistischen Weltanschauung zu tun hat. Sehr bekannt geworden seit den 90er Jahren, als die ersten ohne Regel-Kämpfe in den USA, dass sogenannte Ultimate Fighting (Kampf im Ring oder Käfig unter verschiedenen Kampfstilen) übertragen worden, ist die von der Familie Gracie berühmtgewordende Jiu-Jitsu Variante des Brasilien Jiu Jitsu, die stark auf den Bodenkampf ausgerichtet ist. Die Kämpfer der Gracie Familie bezwangen unzählige Kämpfer verschiedener Stile und halten bis heute ihren legendären Ruf. Ferner ist zu verzeichnen, dass das Interesse an einer Selbstverteidigungskampfkunst wieder größeren Zuspruch findet als der reine Wettkampfsport.


Erich Rahn mit Tochter (Jiu Jitsu in den 30er`n)


Was ist Jiu Jitsu?
Was beinhaltet das heutige Jiu Jitsu?