WAS IST JIU JITSU?
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Wie kam Jiu Jitsu nach Europa?
Was beinhaltet das heutige Jiu Jitsu?
Was ist Kampfsport-was Kampfkunst?
Traditionelle Waffen im Jiu Jitsu
Gute Gründe für Jiu Jitsu
Geschichte der Samurai
Lexikon der Kampfkünste

Jiu-Jitsu ist eine der ältesten Kampfkünste Japans. Diese traditionsreiche Kampfkunst entstand im feudalen Japan aus den waffenlosen Selbstverteidigungstechniken der Samurai, den japanischen Rittern, die es zur Verteidigung auf den mittelalterlichen Schlachtfeldern benutzten, wenn Schwert und Lanze gebrochen waren. Es zählt zu den nachgebenen Stilen und kann bis in die Zeit um ca. 1600 zurückverfolgt werden. Jiu (auch ju) bedeutet nachgeben oder ausweichen, Jitsu Kunst oder Kunstgriff. Ziel ist es einen bewaffneten, unbewaffneten oder auch mehrere Angreifer abzuwehren und unter die eigene Kontrolle zu bringen und ihm dabei nur soviel Schaden zuzufügen, wie unbedingt zu seiner Abwehr erforderlich ist.
Die Legende besagt, dass der japanische Arzt A. Yoshitoki in China die Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung erlernte und feststellte, dass man zur wirkungsvollen Ausführung der Techniken viel Kraft benötigt. Nach seiner Rückkehr nach Japan, beobachtete er im Winter bei starkem Schneefall einen Kirschbaum und eine Weide. Die harten steifen Kirschbaumäste brachen, während die geschmeidigen Äste der Weide durch sanftes nachgeben unter der Last der Schneemassen unbeschädigt blieben. Durch diese Beobachtung wurde Yoshitoki inspiriert zur Entwicklung eines Kampfsystem bei dem der Schwächere durch Nachgeben siegt wie die Weide. Er zog sich zu diesen Zweck in den Tempel "Tenango" in Tshu-kushi zurück. Aufgrund seiner Kenntnissen der Anatomie und Physiologie entwickelte er 103 Selbstverteidigungsgriffe. Getreu seines Prinzip: ,,Nachgeben, um zu siegen." Dieses System gab er den Namen "yoshin-ryu" ( Weidenherz-Schule ). Im 20. Jahrhundert wurde diese japanische Kampfkunst weltweit unter dem Namen Jiu Jitsu bekannt .

Jiu-Jitsu - Die Sanfte Kunst - beinhaltet die Abwehr eines Angriffs, nach ökonomischen Prinzipien des größtmöglichen Nutzens bei geringstem Kraftaufwand, unter Ausnutzung von Hebelgesetzen und der Kenntnis der anatomischen Schwachstellen des menschlichen Körpers. So wurden durch Ausnutzen der gegnerischen Kraft, durch ausweichende und nachgebende Bewegungen sehr praktische Abwehrgriffe geschaffen, die auch stärkere Gegner und Angreifer leicht zu Fall bringen konnten. Bei der Abwehr eines Angriffs werden besonderer Wert auf die Hebelgesetze und anatomischen Kenntnisse der Schwachstellen des menschlichen Körpers gelegt. Es gibt Griffe, Würfe, Hebel und Transportgriffe und Bodenkampftechniken. Außerdem werden Atemi-Schlag- und Tritttechniken gegen vitale Punkte (Nervenpunkttechniken "Kyushu-Jitsu) gelehrt.

Die Kampfsportart Judo hat sich aus dem klassischen japanischen Jiu-Jitsu entwickelt, ebenso wie die Kampfkunst Aikido und unzählige andere Stile, die jeweils einen ganz bestimmten Aspekt des Jiu Jitsu betonen. Beim Jiu-Jitsu gibt es keinen Wettkampf, aber man kann die Selbstverteidigungskampfkunst bis ins hohe Alter trainieren. Um die Jahrhunderte wurde es ständig weiterentwickelt und ist heute immer noch ein fester Bestandteil von Sicherheitsdiensten weltweit.

Jiu-Jitsu als Kampfkunst befasst sich ausschließlich mit dem Aspekt der Selbstverteidigung und ist nicht mit einem Wettkampfsport zu vergleichen, in dem Techniken die ursprünglich nützlich für die Selbstverteidigung waren herausgenommen wurden, um diesen wettkampftauglich zu machen.

Die intensive Auseinandersetzung mit dem Begriff der Selbstverteidigung wird in der heutigen Zeit zunehmend gewalttätiger Übergriffe immer wichtiger. Von der Selbstsicherheit bis hin zur effektiven Verteidigungstechnik, vermittelt Jiu Jitsu Ihnen eine wirkungsvolle Art der Selbstverteidigung.

Der sportliche Aspekt kommt zwar nicht zu kurz, aber Jiu-Jitsu als Kampfkunst ist kein Kampfsport, sondern eine wirkungsvolle Selbstverteidigungsart, die sowohl Erwachsenen Frauen/Männer und Jugendlichen eine Möglichkeit bietet sich in Notwehrsituationen wirkungsvoll zu erwehren. Man kann diese Kampfkunst bis ins hohe Alter ausüben.





Wie kam Jiu Jitsu nach Europa?